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Vogelpark soll noch schöner werden

 

Der Vogelpark Heiligenkirchen soll  noch schöner werden und seine Besucher zu weiterem Verweilen einladen.

Für seine Zukunftsplanung sucht Geschäftsführer Friedrich Wilhelm Eckstein Rat und Begleitung durch Fachleute

der Region und solcher, die es werden wollen. Mit Professor Peter Hagemann und zehn Studentinnen und Studenten

der Fachhochschule Lippe und Höxter, Fachbereich Architektur und Innenarchitektur, hat er eine längerfristige

Kooperation vereinbart.

Eine wissenschaftliche Untersuchung hat – so Eckstein –  ergeben, dass schon heute die Mehrzahl der Besucher des

Vogelparks in der „Lippischen Schweiz“ zufriedener ist als in anderen vergleichbaren Einrichtungen. Sie schätzen seinen

Erlebniswert und seine Möglichkeiten, Tiere hautnah zu erleben. Dennoch haben sie Verbesserungswünsche geäußert.

Die sollen in den kommenden Jahren „abgearbeitet“ werden.

 

Auf der großen Stelzvogelwiese, auf der die Pelikane, Ibisse, Sattelstörche, Perlhühner, sowie Enten und Gänse vieler

Rassen zu Hause sind, soll ein Stückchen Afrika in der Lippe entstehen. Eckstein möchte sie so gestalten lassen, dass

Besucher künftig mitten durch den „schwarzen Kontinent“ flanieren. Durch eine Schleuse gelangen sie anschließend

weiter: in eine  Freiflugvoliere mit Teich  für afrikanische Papageien und weitere afrikanische Vögel, die sich von Insekten

und Früchten ernähren. Ihre Winterquartiere sind unter der Erde einzuplanen, damit sie die Sicht nicht behindern. Erste

Vorarbeiten für die anstehenden Umgestaltungen sind bereits  gelaufen. Professor Dr. Rainer Richter, ebenfalls von der

FH, hat das sehr wellige, abschüssige Gelände des Parks  in allen Punkten vermessen. Nun soll daraus am Computer

ein Höhenmodell entwickelt werden: als Grundlage für die weitere Planung seines Kollegen und der zehn Studenten.

Ecksteins Idee ist, jungen Leuten innerhalb ihres Studiums die Möglichkeit zu bieten, durch Semesterarbeiten mit

Praxisbezug wichtige Erfahrungen für ihre weitere berufliche Zukunft zu sammeln. In der Praxisorientierung sieht auch

Professor Hagemann den besonderen Wert der „reizvollen und ungewöhnlichen Zusammenarbeit. Außerdem biete sie

der FH die Chance sich in der Region zu präsentieren. Unser schwieriges Areal und die Notwendigkeit, auch wirtschaftliche

Aspekte, Bau-, Landschaftsschutz-,  Tierschutz- und Sicherheitsvorschriften immer im Auge zu behalten, das ist schon eine

echte Herausforderung“, betont Eckstein. Gespannt erwartet er nun die ersten Vorschläge. Für die besten Ideen,

die aufgegriffen und umgesetzt werden können, vergibt er Förderpreise.

 

Völlig neu entstehen sollen der Eingangsbereich des Vogelparks samt Besucherzentrum, Kiosk und Bistro.

Danach folgt die Umgestaltung der oberen Caféterrasse zwischen Kinderspielplatz und Streichelanlage für Papageien.

Der Vogelparkchef stellt sich einen wetterunabhängigen Bereich vor, kombiniert mit einem erhöhten Freisitz. Von dort aus

sollen die Besucher den wunderbaren Blick ins Tal und den umliegenden Wald künftig noch besser genießen.

„Wir wollen bewirken, dass sie sich bei und rundherum wohl fühlen, die Seele baumeln lassen, sich bei guten Speisen

und Getränken erholen und für ihren oft stressigen Alltag auftanken“. Der Vogelpark wird nach seiner Auskunft auch in

diesem Jahr wieder bis in den November hinein geöffnet bleiben: „Solange es das Wetter zulässt und wir noch keine

zu strengen Nachtfröste bekommen.“

Mit der Saison 2005 ist er jetzt zufrieden, obwohl drei kühle und regenreiche Wochen im Sommer ihm nach einem

guten Start ihm Frühling einen Einbruch bei den Besucherzahlen beschert haben.

Einen Ausgleich dafür lieferte Petrus dafür aber mit dem wunderschönen sonnigen Herbst.